Flashlight #1 - Zu Gast Markus von RS-Racing

Flashlight ist ein Interviewformat ohne regelmäßigen Veröffentlichungsrhythmus über das Thema Simracing in all seinen Facetten. In der heutigen Pilotfolge steht RS Racing Fahrer Markus Studer im Spotlight!

Hallo Markus und vielen Dank für deine Bereitschaft, uns Rede und Antwort zu stehen.
Wer aktiv im Ligabetrieb bei Virtualracing.org fährt, wird zwangsläufig auch schon mit dir die Strecke geteilt haben. Aktuell nimmst du an der GTC und der VRCO teil. Was reizt dich speziell an diesen Serien?

(Markus): Für mich ist die Vielfältigkeit wichtig. Darum fahre ich in verschiedenen Ligen. Nebst der aufgeführte GTC und VRCO fahre ich zudem auch noch in der FAC. So haben wir 3 unterschiedliche Physiken und verschiedende schnelle Autos.
Ich habe im Vorfeld mal etwas in der Ligenhistorie nachgeforscht und feststellen können, dass du bereits in Saison 5 der GTC um Punkte gekämpft hast. Was reizt dich an den GT3 und speziell am Sprint-Format?
(Markus): Ich bin schon seit der Lancierung dieses Formats, der GTC Saison 1, die mit dem ersten Rennen in Imola am 18.02.2015 gestartet wurde, mit dabei. Spannend dabei sind die Fahrerdichte und die Mehrzahl an Grid’s mit Aufstieg und Abstieg.
Wenn du die Chance hättest, eine große Änderung in der GTC einzuführen, welche wäre das?
(Markus): Ich finde das Format gut, so wie es ist. Auch dass die Cutdetection sowie die kontrollierte Boxeneinfahrtsgeschwindigkeit eingeführt wurde, wertet dieses Format auf. Vielleicht könnte man ein anderes Format für die Grideinteilung zu Beginn der Saison finden, anstelle der Preseason mit dem Hotlapping. Evt. mit Einbeziehung der Fahrerwertung der letzten Saison und für die Neueinsteiger eine separate Regelung.
Der Rennkalender für die Jubiläumssaison 10 ist seit ein paar Tagen veröffentlicht und beinhaltet doch die ein oder andere kleine Überraschung. Klassiker wie Silverstone oder Spa stehen beispielsweise Le Mans oder Kyalami, welche im Jahr 2015 modernisiert wurde, entgegen. Auf welche Strecken freust du dich und welche würdest du lieber nicht fahren wollen? 

(Markus): Ich persönlich finde es immer spannend neue Strecken zu fahren. Für mich wird Sebring und Silverstone jeweils ein Höhepunkt werden, da ich eher die schnellen Strecken liebe. Spa ist für mich ein wenig ausgelutscht, da diese in allen Ligen immer wieder gefahren wird. Trotzdem macht sie ja Spass.

Die beste Einzelsaisonplatzierung konntest du in Saison 7 mit Platz 20 erreichen. Welches Ziel hast du dir für die kommende Saison vorgenommen? 
(Markus): Ach…. Immer diese Unterschlagungen. In der Saison 2 hatte ich meine beste Einzelplatzierung mit Platz 9. Muss aber gestehen, dass dort nur 34 Teilnehmer am Start waren. 🙂 Aber ansonsten ist natürlich in der Saison 7 mit dem Platz 20 bei 106 Teilnehmern die beste Saison gelungen. Mein Ziel ist es immer noch in der neuen Saison X ins Grid 1 zu kommen. Aber realistisch ist sicher, mich im vorderen Fahrerfeld von Grid 2 zu etablieren.
Du bist Teil des Teams „RS Racing“, was für Ritter Sport steht. Schokolade und Simracing haben wenige Schnittmengen gemeinsam. Wie kam es zu dem Namen und warum dürft ihr mit den offiziellen Logos antreten?
(Markus): Die Auswahl des Teamnamens kam vom Mitbegründer Gil Ritter, der im Übrigen die heutige GTC damals in 2015 ins Leben gerufen und administriert hat, bis sein Bruder Tom die Bürde übernahm und Frank diese bis heute erfolgreich weiterführt. Gil hatte damals bei der Firma Ritter-Sport angefragt, ob wir ihr Logo für Simracing benutzen dürfen. Damals gab es vom Sponsor sogar noch Schokolade zur Stärkung.
RS Racing tritt nach der Premierensaison im Nissan auch bei der Neuauflage der Langstreckenmeisterschaft an. Kannst du uns schon euer Einsatzfahrzeug verraten und vielleicht auch etwas erläutern, wie ihr zu einer Entscheidung für dieses KFZ gekommen seid und was am Jahresende eine zufriedenstellende Platzierung für euch wäre?
(Markus): Bei uns ist es für diese Saison wieder der Nissan geworden, weil wir irgendwie mit den anderen Autos nicht warm werden, oder von anderen Herstellern zu viele im Fahrerfeld vertreten sind. Ziel ist es in der Teamwertung einmal aufs Podium zu gelangen, nachdem wir in den zwei letzten Saisons jeweils auf P4 und P5 gelandet sind.
Du bist nicht nur auf der Strecke unterwegs sondern bist auch ein aktiver Teil der Reko im Bereich Assetto Corsa. Was machst du konkret und wieso investierst du einen Teil deiner Freizeit ehrenamtlich, um den Rennbetrieb am Leben zu erhalten?
(Markus): Ich finde immer wenn man viel von einem Verein, wie auch hier bei der VR, profitieren kann, so möchte ich auch meinen persönlichen Beitrag dazu leisten. Zudem habe ich ein bisschen mehr Zeit als andere als Frührentner und wohl der älteste aktive Fahrer in der VR.

 A oder B?
Bier oder Wein? -> (Markus): Bier
Pizza oder Pasta? -> (Markus): Pasta (Pizza verstosse ich aber auch nicht)
Meer oder Berge? -> (Markus): Meer (als Schweizer natürlich das was man selber nicht hat, trotzdem ich die Berge liebe)

Die letzten Worte gehören dir!
(Markus): Für mich macht es als leidenschaftlicher Racer noch im „hohen Alter“ sehr viel Spass sich im Simracing zu messen und dem einen oder anderen Jungspund entgegen halten zu können. Ich danke allen ehrenamtlichen Helfern, die bei der VR im Vorder- und Hintergrund mitwirken, um eine so gelungene und hochstehende Freizeitgestaltung betreiben zu können. Und natürlich danke ich auch dir für das Interview.

Ein Beitrag von Guido W.

Falls ihr Teilnehmer der GTC seid und an der Flashlight Interview-Serie teilnehmen wollt, könnt ihr uns gerne über das Kontaktformular oder unsere Social Media Kanäle kontaktieren. 

Eine PN an Guido tuts natürlich auch 😛